Besprechungsmatrix

Informationen weiterzugeben ist ein selbstverständlicher Bestandteil des Arbeitsalltags. Hierbei ist nicht die notwendige informelle Informationsweitergabe gemeint, sondern die systematisierte Form, die sich vor allem auch über die Besprechungsmatrix darstellt. Verantwortliche legen in der Besprechungsmatrix den Bedarf an Besprechungen fest, in Form von Art, Dauer, beteiligte Mitarbeiter*innen, Moderation sowie die Notwendigkeit von Protokollen und wo diese hinterlegt werden.

Beschwerdemanagement

Rückmeldungen wie Lob, Anregungen, Beschwerden und Fehlermeldungen sind wichtige Bausteine zur kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung von Leistungen. Rückmeldungen können von Kund*innen, Mitarbeiter*innen oder externen Kooperationspartner*innen verfasst werden. Reaktionen auf diese Hinweise und die Bearbeitung müssen im Rahmen eines effizienten Beschwerdemanagements professionell und angemessen erfolgen. Das Hinweisgeberschutzgesetz besagt, dass Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit Informationen, z. B. über Rechtsverstöße in Unternehmen erlangen, geschützt werden müssen. Der QUAPEN®-Feedback-Bogen gibt jedem die Möglichkeit, entweder namentlich oder anonym Rückmeldung zu geben.

Neben der Bearbeitung der Rückmeldungen ist es auch wichtig, Anzahl und Themen auszuwerten. Dies ist mit dem QUAPEN®-Auswertungstool einfach möglich.

Siehe auch: Befragung Mitarbeiter*innen, Befragung Kund*innen, Selbstbewertung, Qualitätsplan

Beratungsgespräch nach § 37.3

Pflegebedürftige, die Pflegegeld beziehen, müssen eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit abrufen. Bei den Pflegegraden 2 und 3 ist ein Beratungsgespräch halbjährlich einmal, und bei den Pflegegraden 4 und 5 vierteljährlich einmal durchzuführen. Auch Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 haben Anspruch darauf, halbjährlich einmal eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit abzurufen.

Siehe auch: Pflegegrad

Die Beratung dient der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und pflegefachlichen Unterstützung von pflegenden Angehörigen.

Die Beratung kann durch einen zugelassenen Pflegedienst oder einer anerkannten Beratungsstelle durchgeführt werden. Steht beides nicht zur Verfügung, kann die Pflegekasse eine, von ihr nicht beschäftigte, Pflegefachkraft beauftragen.

Siehe auch: Beratung, Ambulanter Pflegedienst

Beratung

Die Beratung von pflegebedürftigen Menschen ist ein wichtiger Bestandteil der pflegerischen Versorgung. Zunächst sind Informationen der verschiedenen Pflegemöglichkeiten, wie z. B. ambulante Pflege, Tagespflege oder stationäre Pflege grundlegend. Wichtig ist die Klärung von finanziellen Fragen, wie z. B. Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung, Eigenanteile oder Möglichkeiten der Finanzierung sowie Unterstützung bei den dazugehörigen Formalitäten.

Wird bei einem Menschen ein pflegerisches Risiko erkannt, zum Beispiel ein Sturz- oder Ernährungsrisiko, sollte unmittelbar eine Beratung erfolgen, die über die Thematik aufklärt, aber auch Möglichkeiten zur Vermeidung von Schäden bietet.

Die „Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen“ sichert pflegebedürftigen Menschen im Artikel 5 das Recht auf „Information, Beratung und Aufklärung“ zu.

Siehe auch: Pflegecharta

Die Beratung von pflegebedürftigen Menschen erfordert Einfühlungsvermögen, Fachwissen und eine respektvolle Kommunikation. Durch eine professionelle Beratung können Sie dazu beitragen, dass die Betroffenen die bestmögliche Versorgung erhalten und ein würdevolles Leben führen können.

Behandlungspflege

Behandlungspflege bezeichnet pflegerische Maßnahmen, die von entsprechend qualifizierten Mitarbeiter*innen, meistens Pflegefachkräften, durchgeführt werden, um eine Krankheit oder Verletzung zu behandeln. Dazu gehören unter anderem das Richten und Verabreichen von Medikamenten, das Anlegen von Verbänden, das Wechseln von Infusionen und die Durchführung von Injektionen. Behandlungspflege wird in der Regel auf ärztliche Anordnung durchgeführt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann Behandlungspflege an Pflegehelfer*innen delegiert werden.

Siehe auch: Delegation