Selbstbewertung

Jährlich kann eine Selbstbewertung durchgeführt werden. Fragen zu verschiedenen Themen werden beantwortet und die Antworten in „Gute Praxis“ und „Verbesserungsbereiche“ unterteilt. Das angestrebte Ziel der Selbstbewertung bestimmt die Auswahl der Themen. Dies kann eine Selbstbewertung eines ganzen Betriebes, mit möglichst umfassenden Themen wie Kund*innen, Mitarbeiter*innen, Wirtschaftlichkeit und so weiter, aber auch eine Selbstbewertung zu einem eingegrenzten Themenbereich, zum Beispiel „Gewaltvermeidung in der Pflege“ sein.
Gute Praxis:
Die Beantwortung der Fragen hat ergeben, dass der erfragte Bereich zu den Stärken der Einrichtung gehört. Diese Stärke ist gut nachvollziehbar und nachweisbar. Bei Antworten, welche als gute Praxis identifiziert wurden wird diskutiert und ggf. festgeschrieben, wie die Stärken langfristig gesichert werden können.
Verbesserungsbereiche:
Die Beantwortung der Frage hat ergeben, dass es bei dem erfragten Bereich Verbesserungsbedarfe gibt. Es wird festgelegt:
• Was soll verbessert werden?
• Wie können wir die Verbesserung erreichen – Maßnahmen?
• Woran können wir die Verbesserungen messen?
Bei Antworten, welche als Verbesserungsbereiche identifiziert wurden, werden die erforderlichen Maßnahmen diskutiert und im Qualitätsplan beschrieben.

Siehe auch: Qualitätsplan, Risikoanalyseinstrumente

Schutzkleidung

Schutzkleidung in der Pflege umfasst Handschuhe, Kittel, Schürzen und Mund-Nasenschutz.
Einmalhandschuhe:
Einmalhandschuhe tragen Mitarbeiter*innen immer dann, wenn sie damit rechnen, mit Körpersekreten sowie potenziell infektiösem Material in Berührung zu kommen. Das können zum Beispiel Blut, Wundexsudat, Erbrochenes oder Ausscheidungen sein. Handschuhe für Pflegetätigkeiten als Schutz vor Infektionsgefahren sind flüssigkeitsdichte, ungepuderte und allergenarme medizinische Handschuhe zum einmaligen Gebrauch.
Handschuhe für Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten sind flüssigkeitsdichte, ungepuderte, allergenarme und zusätzlich reinigungs- bzw. desinfektionsmittelbeständige Schutzhandschuhe mit verlängertem Schaft.
Einen Schutzkittel sollten Mitarbeiter*innen dann anlegen, wenn sie mit einer Kontamination ihrer Arbeitskleidung rechnen. Das ist zum Beispiel bei multiresistenten Erregern der Fall. Ein Schutzkittel sollte grundsätzlich immer nur bei einem/einer Pflegekund*in zum Einsatz kommen. Bei manchen Tätigkeiten sollten Mitarbeiter*innen eine wasserdichte Einmal-Schutzschürze anlegen. Das ist immer dann sinnvoll, wenn sie mit dem Durchfeuchten der eigenen Kleidung rechnen müssen, z.B. beim Wechseln stark verschmutzter Wäsche, beim Duschen der Pflegekund*innen oder beim Verteilen und Zubereiten der Mahlzeiten.
Einen Mund-Nasen-Schutz legen Mitarbeiter*innen zu ihrer eigenen Sicherheit immer dann an, wenn sie Gefahr laufen, flüssig- infektiöses Material einzuatmen. Die verschiedenen Maskentypen bieten aufgrund ihrer jeweiligen Eigenschaften unterschiedlich hohen Schutz gegen eine Übertragung.

Risikoassessment

Beim Risikoassessment in der Altenpflege werden potenzielle Gefahren oder Risiken für ältere Menschen bewertet, um präventive Maßnahmen zu ergreifen und ihre Sicherheit zu gewährleisten. Zu Beginn des Pflegeprozesses wird zunächst durch eine Pflegefachkraft eingeschätzt, ob ein pflegerisches Risiko besteht. Kann ein Risiko nicht ausgeschlossen werden entscheidet die Fachkraft, ob ein Assessment erforderlich ist. Dies kann beispielsweise Stürze, Schmerzen, Dekubitus (Druckgeschwüre), Medikamenteninteraktionen, Kontinenzprobleme oder Ernährungsprobleme umfassen. Durch Risikoassessments, welche in individuell festzulegenden Zeitabständen durchgeführt werden, können Pflegekräfte frühzeitig auf mögliche Risiken aufmerksam werden und entsprechende Maßnahmen zur Vermeidung oder Minimierung ergreifen.

Siehe auch: Risikoanalyseinstrumente

Risikoanalyseinstrumente

Risikoanalyseinstrumente werden unterschieden zwischen Instrumenten zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) beim Qualitätsmanagement, z.B. Selbstbewertung oder SWOT-Analyse und Instrumente zum pflegerischen Risikoassessment, z.B. Schmerzprotokoll.

Siehe auch: Qualitätsmanagement, Risikoassessment, Selbstbewertung, SWOT-Analyse

Rasur

Die Rasur ein wichtiger Bestandteil der täglichen Pflege und Hygiene für ältere Menschen. Sie sorgt für:
• ein Gepflegtes äußeres Erscheinungsbild
• Selbstvertrauen
• das Gefühl von Sauberkeit und Wohlbefinden
• Berücksichtigung der Biografie

Bei Hilfebedarf kann die Rasur von Pflegekräften oder Angehörigen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die Person sauber und gepflegt aussieht.

Bei der Rasur in der Altenpflege ist es wichtig, sanft und vorsichtig vorzugehen, da die Haut von älteren Menschen oft empfindlicher ist. Es ist wichtig, bei Nassrasur scharfe Rasierklingen zu verwenden, um Verletzungen zu vermeiden. Vor der Rasur sollte die Haut gereinigt und mit warmem Wasser angefeuchtet werden, um die Barthaare weicher zu machen.

Es ist auch wichtig, auf eventuelle Hautirritationen zu achten und diese entsprechend zu behandeln. Nach der Rasur sollte die Haut mit einer beruhigenden Lotion oder Creme gepflegt werden.

Insgesamt ist die Rasur in der Altenpflege ein wichtiger Schritt, um das Wohlbefinden und die Hygiene älterer Menschen zu gewährleisten. Es erfordert Geduld, Sorgfalt und Einfühlungsvermögen.

Siehe auch: Wiederkehrende pflegerische Maßnahmen